Dienstag, 19. Juni 2012

Horse on a green field


Dunkelgrünes Essen: Naja... Zucchini halt, Bohnen, Spinat, der dunkle Teil vom Lauch, Broccoli und so. Aber so ein Gemüseteller ist für Uwes Blog-Event schon ein bisschen profan, oder? Wenn ich mir da die kreativen Teller der Teilnehmenden so anschaue... Obwohl, irgendwie scheint das mit dem Dunkelgrün doch nicht ganz so einfach zu sein: Wir steigen ins letzte Drittel des Monats und es gibt zum dunkelgrünen Event erst 35 Beiträge. Wenn ich jetzt meinen Gaul auf dem grünen Feld nicht einreiche, ist der Monat um und ich habe nix dazu beigetragen.

Pro Person
1 Entrecôte vom Pferd
je eine Handvoll Bohnen und Kefen (Zuckerschoten)
ein paar Broccoliröschen
drei schräg geschnittene Zucchinischeiben
Bratbutter
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer
Zitronenthymian

Das Pferd mindestens vier Stunden vor der Zubereitung aus dem Stall führen, sprich aus dem Kühlschrank nehmen. Es sollte Raumtemperatur haben. Dann ziehen wir ihm noch ein Zaumzeug an, das heisst, wir binden das Entrecôte mit einer Küchenschnur in eine schöne Form.

In einer Eisenpfanne erhitze ich Bratbutter - überall steht immer geschrieben «bis es raucht». Ich hasse rauchendes Fett, dann ist es nämlich verbrannt. Meine Bratbutter darf nicht rauchen, sondern soll nur schön heiss sein. Jetzt schmeiss ich das Pferd - das ich soeben grad gesalzen habe, in die Bratbutter *tssschhh* - auf 10 zählen, derzeit die Hitze reduzieren auf 6 von 9 Stufen, Pferd auf den Rücken drehen, *tssschhh*. Nun ein Stück frische Butter dazu geben und mit der geschmolzenen Butter während ca. 2 Minuten immer wieder übergiessen. Pfeffern, raus aus der Pfanne und auf einem Kuchengitter, dem ein Teller untergeschoben wird, in den auf 80 Grad vorgeheizten Backofen schieben.
Jetzt die Bohnen, die Kefen und den Broccoli spearat kochen, dämpfen oder wie auch immer ihr das mögt. Die Zucchinischeiben in wenig Olivenöl in einer Bratpfanne beidseitig anbraten. Zucchinischeiben zum Schluss kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen, dann salzen, pfeffern und beim Anrichten mit Zitronenthymianblättchen bestreuen. Alle andern Gemüse kurz in zerlassener Butter wenden, eine Prise Salz drüber und dann nett auf einen Teller drapieren. Das Pferd vom Zaumzeug resp. der Küchenschnur befreien und auf das Gemüse setzen. Bei mir gab es noch ein bisschen Kräuterbutter obendrauf, die habe ich letztens geschenkt gekriegt.



HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Kommentare:

  1. Mehr als feines Gemüse braucht es zu so einem schönen Fleisch auch gar nicht!
    Ausserdem artgerecht, gell? :)

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  2. Mit diesem Stück Fleisch hast du schon gewonnen ( auch wenn das Fleisch, Gott sei Dank, nicht grün ist).
    Ausnahmsweise macht mich auf deinem Teller das Fleisch mehr an als das Gemüse, wo ich doch sonst eher die Grünmamsell bin.
    Super!!

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  3. Als ich klein war mochte ich Fury. Heute mag ich Filet vom Pferdchen. Was ist da bloss schief gelaufen? *lach*

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  4. Das sieht aber fein aus!
    Ich häte aber sicher nicht die Geduld, das Gemüse so schön anzurichten, bei mit gäb's "Häufchen" neben dem Steak. Pferd ist hier leider beinah unbekannt.

    twocents

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  5. @Heike
    Einer der Lieblingswitze des verfressenen Junghahns:
    Was ist die natürliche Umgebung des Pferdes? - Kräuterbutter und Pommes...
    @Sybille
    So ein schönes Stück Fleisch ist wirklich nicht zu verachten - da geb ich Dir recht.
    @Cookie
    Da ist nichts schief gelaufen. Ich mag Pferde auf der Wiese genauso wie auf dem Teller.
    @Twocents
    In der Schweiz dürfen Pferde nicht vom normalen Metzger geschlachtet werden. Da gibt es ganz strenge Auflagen und es gibt extra Pferdemetzgereien. Ich werde bei nächster Gelegenheit mal eine vorstellen hier im Blog.
    Und was die Geduld beim Anrichten betrifft - so sah nur der Teller zum Fotografieren aus. Den hat dann das Küken gekriegt. Den zweiten Teller, also meinen, hättest Du nicht sehen wollen - da habe ich einfach alles auf den Teller geschmissen. *g*

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  6. Mmmhhh! Das sieht ja super fein aus! Pferdefleisch mag ich sehr! Hab es allerdings noch nie selbst gemacht. In den Genuss komm ich immer bei meinem Vater... nicht die schlechteste Variante, sich verwöhnen zu lassen...

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  7. @Pepe Nero
    Väter die Töchter verwöhnen sind sowieso toll! Ich hab auch so einen :-)

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  8. So schöne Farben, so schön angerichtet, meine Stimme bei Uwe's Event hast Du schon erhalten - viel Glück!
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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