Dienstag, 7. Februar 2012

Kartoffelsalat mit Nürnberger Rostbratwürsten


Vor einigen Jahren lebte ich in Franken, genauer gesagt in Schwabach bei Nürnberg. Die fränkische Küche ist sehr herzhaft und deftig, um es mal vorsichtig auszudrücken ;-)
Ein paar fränkische Spezialitäten haben es mir aber sehr angetan - eine davon sind die kleinen Nürnberger Rostbratwürste. Die kriegt man in Nürnberg entweder als «dra inna Weggla» oder mit Kartoffelsalat oder Sauerkraut. Und weil der Vater meiner Kinder ein waschechter Franke ist und uns alle paar Wochen besucht, bringt er uns jeweils diese Nürnberger Spezialität mit. Und zwar in grösseren Mengen, frisch gewurstet, vakuumiert, so dass ich diese herzigen Dinger einfrieren kann.
Kurzum steht der nächste Besuch aus Franken an und ich musste heute dringend das letzte Wurstpäckchen aufbrauchen, damit der Nachschub Platz im Gefrierschrank findet. Also gab es heute Mittag Nürnberger Rostbratwürste mit Kartoffelsalat.
Das Rezept für die Nürnberger Würste habe ich nicht, das hütet der Nürnberger Metzgermeister wahrscheinlich wie einen Schatz, aber eins für einen Kartoffelsalat ohne Mayonnaise. Der war auch lecker und passte gut zu den Würstchen.


Rezept für 4 Pesonen
1,2 kg festkochende Kartoffeln
2 bis 3 Frühlingszwiebeln
1 grosser Bund Schnittlauch
0,3 l kräftige Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
Kräuteressig, ein gutes Rapsöl
1 Becher sauren Halbrahm

Kartoffeln in der Schale kochen, etwas auskühlen lassen (sie sollten noch lauwarm sein), abpellen und in eine Schüssel schnibbeln. Mit der Gemüsebrühe übergiessen, salzen und pfeffern, Essig und Rapsöl dazu. Den Salat vorsichtig mit einem grossen, flachen Löffel durchmischen und dann mindestens eine Stunde durchziehen lassen - besser sind zwei Stunden. Den Salat probieren, evtl. noch etwas Salz und Essig dazu geben. Die Frühlingszwiebeln und den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und mit dem sauren Halbrahm zum Salat geben. Nochmals vorsichtig mischen und zu den kleinen Bratwürstchen servieren.




Kommentare:

  1. Hoi Henne
    Ein wunderbares Rezept! Wurst und Herdäpfel-Salat - toll. Wenn was übrig bleiben tut, ich würd's nehmen. Einfach in einen Briefumschlag geben und...
    liebe Grüsse vom Muger
    .

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  2. Sowas schmeckt mir auch. Machst Du auch mal Pause am Herd?
    LG

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  3. @Muger
    Leider gibt es keine Reste mehr - die hat das kleine Küken heute zum Znacht gefuttert.
    @Sybille
    Pause am Herd - nie! ;-) Doch klar - aber nur, wenn ich auswärts essen gehe.

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  4. Nürnberger sind fast die einzigen Würste, von denen ich auch mal eine ganze esse *g

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    1. Heike - eine Ganze? Ich ess davon mindestens 8 aufs Mal. Wenn schon, denn schon.

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  5. Ich mach den Kartoffelsalat bis auf den Halbrahm genauso und dann noch echte Nürnberger dazu - lecker!!!
    LG Doris

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  6. und wir müssen dann die Ämmitaler Rauchwürschtli essen.

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  7. @Doris
    Sauren Halbrahm, gell, nicht Halbrahm. Ja, ohne sauren Halbrahm mache ich ihn manchmal auch - aber manchmal rufen hier die Familienmitglieder nach der cremigeren Variante.
    @Lamiacucina
    Ich kann Dir gerne mal ein Päckli von den Echten Nürnbergern zukommen lassen. In zehn Tagen kommt hier der Nachschub.

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  8. Nünberger Bratwurst liebe ich sehr.
    Zwar bekomme ich keine "echten" hier in Toronto, aber unser Fleischer stammt ebenfalls aus Franken, da habe ich Glück.
    Danke für die Rezepte,
    Gisela

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  9. Liebes Wildes Hennchen,

    da mußte ich kurz überlegen, wo ich Dir die Antwort denn hinsende. Aber paßt ja in die "Koch-Schiene". Wir haben immer noch keinen neuen Vollautomaten und den alten auch nicht repariert. Aber: Von WMF gibt es einen Milchaufschäumer "Kult", da bin ich drüber gestolpert, als ich nach einem kleineren Schneebesen gesucht habe und der ist sowas von genial. Sehr "potenter" Schaum, kann ich nur sagen ♥ Durch arges Gespritze mußte dann aber auch noch ein Milchtopf her, weil höher!

    Liebe Grüße von der Elke

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