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Mittwoch, 28. November 2012

Turmbau: Schnitzelturm mit Kartoffeltürmchen

Ich habe seit gestern Ferien. Ferien im November? Ja, aber da ist nichts mit Sonne, Strand und Meeresrauschen. Ich lebe derzeit im Keller - Adventskränze binden für die halbe Verwandt- und Nachbarschaft. Der Junghahn hatte am Wochenende bereits die Augen verdreht: «Uuuuhhh, wenn Du im Keller verschwindest, gibt es sicher nichts Rechtes zum Mittagessen. Nur so schnelles Zeugs.» Genau. Und um ihn für die nächsten Tage versöhnlich zu stimmen, habe ich gestern Türmchen gebaut. Schnitzeltürmchen und Kartoffeltürmchen. «Also das finde ich jetzt mehr als geil!», war der Junghahnkommentar, als er am Mittag einen Blick auf den angerichteten Teller warf, an dem ich grad rumfotografierte.

Die Schnitzeltürmchen stammen aus dem Buch «Werner Tobler - Cuisinier» aus dem AT Verlag, das ich hier schon mal vorgestellt habe. Das Rezept ist aber nicht von Tobler selbst, sondern von seiner Lebensgefährtin Uschi Frapolli.

Die Kartoffeltürmchen sah ich letztens bei Petra von Chili und CiabattaIrene von der Widmatt hatte sie bereits nachgebaut, ich also jetzt auch. Zu den Schnitzeltürmchen haben diese Kartoffeltürmchen wunderbar gepasst.


Für 5 bis 6 Personen

1 Schweinsfilet (ca. 600 g)
3 Eier
50 g geschlagene Sahne
Salz, Pfeffer
Mehl
Paniermehl (unbedingt selbstgemacht!)
Bratbutter

Schweinsfilet in 30 dünne Schnitzel schneiden und dünn klopfen. Ich mach das mit einem Topf. Geht einwandfrei. Die Eier verkleppern, mit Salz und Pfeffer würzen und mit der geschlagenen Sahne vermischen. Eine Panierstrasse vorbereiten: 1 Teller mit Mehl, 1 Teller mit Ei, ein Teller mit Paniermehl. Mein Paniermehl war heute speziell, hatte das gewisse Etwas. Ich hatte ein steinhartes, dunkles Kartoffelbrot mit Walnüssen und ein Stück von einem Baguette. Künftig werde ich gucken, dass ich immer ein hartes Kartoffel-Nuss-Brot vorrätig habe, das Paniermehl davon war wirklich toll.
Schnitzel im Mehl wenden, durchs Ei ziehen, anschliessend panieren. Paniermehl nicht andrücken. Die Schnitzel in einer Bratpfanne in viel Bratbutter beidseitig goldgelb braten. Dabei die Pfanne immer schön ruckeln, dann wird die Panade richtig locker.
Die Schnitzel kurz auf Küchenpapier entfetten, Türmchen bauen. Mit einer rohen, in Bratbutter kurz gebratenen Spaghetti fixiern und ein Lorbeersegel hissen.

Kartoffeltürmchen (acht Türmchen)
8 mittelgrosse Kartoffeln
50 g Butter
1 Teelöffel abgezupfte Thymianblättchen
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln waschen und ungeschält auf dem Gemüsehobel in ganz feine Scheibchen hobeln. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen, den Thymian beifügen, salzen, pfeffern und die Butter mit den Kartoffelscheibchen in einer Schüssel gut vermischen. Muffinförmchen ausbuttern, in jedes Förmchen ein Thymianzweiglein legen. Nun die Kartoffelscheiben rosettenförmig in die Muffinförmchen füllen.
Im Ofen bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen. Mit einem Messer prüfen, ob die Kartoffeln weich sind. Nun auf die Kartoffeln aus den Muffinförmchen kippen und die Türmchen auf einem mit Backpapier belegten Blech ca. 20 Minuten im Ofen fertig backen, bis die Ränder schön gebräunt sind.
Petra hatte die Kartoffeln geschält nicht geschält (Irene hatte sie geschält) und jedes Muffinförmchen mit einer Rondelle aus Backpapier ausgelegt. Darauf habe ich verzichtet und die Kartoffeltürmchen sind ohne Probleme aus den Förmchen gekippt. Petra hatte die Türmchen auf Alufolie fertig gebacken. Da Alufolie in meinem Haushalt höchstens alle zwei Jahre Verwendung findet, habe ich Backpapier genommen.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Wie bei Oma - Schnitzel mit Kartoffelsalat


Bei Nata war es unlängst ein Sonntagsessen, bei Heike das beste Schnitzel der Welt und bei uns «wie bei Oma», befand das Küken heute Mittag. Bei Nata war es ein Wiener Schnitzel, also Kalb, bei Heike aus der Oberschale des Schweins (für die Schweizer LeserInnen: ein Teil des Hinterschinkens) und bei mir ebenfalls Schwein, aber vom Hals (ich mag es gerne ein bisschen durchzogen).

für 3 Personen
3 Schnitzel vom Schwein
Salz
Mehl
1 Ei
Semmelbrösel (bei mir selbstgeschredderte)
Bratbutter

Das Schnitzel mit der Bratpfanne flach prügeln, salzen, mehlen, durchs zerdepperte Ei ziehen und in die Semmelbrösel werfen, rundum panieren, aber die Brösel nicht andrücken - habe ich bei Heike gelernt.
Bratpfannenboden putzen, naja, mit der Sauerei von vorhin kann man die ja nicht aufn Herd stellen, grosses Stück Bratbutter rein, Schnitzel rein. Schnitzel beidseitig goldbraun braten.
Dazu gab es wie bei Oma im Frankenland Kartoffelsalat, den obligatorischen Tomatenschnitz und das Petersiliensträusschen aufm Teller. Das Küken war hell begeistert: «Das ist ja wie bei Oma in den Ferien!»